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Im Ägerital bestimmen die Habsburger und das Kloster Einsiedeln

1100 - 1400

Im Mittelalter gab es keine Staaten mit festen Grenzen, Verfassungen und Regierungen, wie wir sie heute kennen. Herrschaft bezog sich vorwiegend auf Personen und nicht auf Territorien. So konnte ein Bauer einem Adeligen untertan sein, der Nachbar aber einem Kloster, während ein dritter persönlich frei war. Auch im Ägerital bestanden diese Verhältnisse.

Im 10. und 11. Jh. kam das Kloster Einsiedeln vielleicht als Nachfolgerin des Zürcher Fraumünsters zu Besitz im Ägerital und wurde zum wichtigsten Grundherrn. Viele Oberägerer waren Leibeigene des Klosters Einsiedeln, so genannte "Gotteshausleute". Sie waren frondienstpflichtig, schuldeten Abgaben wie das Fasnachtshuhn und waren in ihren Rechten beschränkt. Wichtigste weltliche Herren waren die Habsburger, die auch über die richterlichen Kompetenzen verfügten und für Recht und Ordnung zu sorgen hatten. Die habsburgischen Rechte erloschen im 15. Jahrhundert, jene des Klosters Einsiedeln erst in der Helvetischen Revolution von 1798.


Bild: Einsiedler Urbar für Ägeri (um 1427). Es zählt die dem Kloster gehörenden Güter und die daraus zu beziehenden Abgaben auf.


 

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