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Die Stadt Zürich verzichtet auf den mittelalterlichen Rötelzins

1838

Seit dem 15. Jahrhundert hatten die Ägerer als Entgelt für ihre Zollfreiheit in der Stadt Zürich jährlich 30 Rötel an das dortige Fraumünster zu liefern. Auch nach der Reformation entrichteten die katholischen Ägerer trotz der konfessionellen Gegensätzen ihren Rötelzins nach Zürich, obwohl nun die Fische nicht mehr von Stiftfrauen, sondern von zwinglianischen Ratsherren verspeist wurden.

Bisweilen lieferten die Fischer aber bloss Fischchen, was 1669 den Fischer Andreas Häusler, der sie nach Zürich bringen sollte, derart genierte, dass er statt der kleinen Fische grössere von seinen eigenen nahm. Dabei betonte er: «Wir sinds ihnen schuldig, wan sie schon luterisch sind, und wan wirs dem Teüfel schuldig weren, müesten wirs ihm geben.»

Nach der Gemeindetrennung 1798 wechselten sich Oberägeri und Unterägeri in der Lieferung des Fischzinses ab, bis 1838 die Stadt Zürich darauf verzichtete, da die städtischen Zölle nun generell aufgehoben worden seien.


Bild: Rötelfischer auf dem Ägerisee, 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts


 

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