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Viehbauern und Pflanzlandnutzer schliessen den Allmendkompromiss

1804

Allmenden werden ihrem Wesen nach gemeinsam genutzt. Schon im 17. Jahrhundert und vielleicht schon früher wurden aber manche Teile der Oberägerer Allmend auf Zeit ausgeschieden und als Pflanzland einzelnen Nutzern zugeteilt, während grosse Teile als offenes Weideland genutzt wurden. Die Nutzung wurde in befristeten Allmend- oder "Summordnungen" festgelegt, wobei die widersprechenden Interessen der Viehbauern und der Pflanzlandnutzer oft zu Streit führten.

Nach der Helvetischen Revolution 1798 eskalierten die Konflikte, da es nun ein gesetzliches Recht auf Pflanzland gab. Als aber die meist aus ärmeren Schichten stammenden Pflanzlandnutzer ihre Ansprüche anmeldeten, stiessen sie auf erbitterten Widerstand der Viehbauern.

Es kam zu Gewaltakten. Wahlen wurden manipuliert. Die Gemeinde war zutiefst gespalten. Nach langem Hader konnten sich die beiden Parteien im Herbst 1804 endlich unter kantonaler Vermittlung auf einen Kompromiss einigen, der den Pflanzlandnutzern weit mehr Pflanzland als bisher zusprach, aber auch die Viehbauern befriedigte.


Bild: Oberägerer Allmendkompromiss, 10. September 1804. Der von den kantonalen Vermittlern signierte und vom Ammann besiegelte Schiedsspruch beendete den erbitterten Allmendnutzungsstreit zwischen Viehbauern und Landarmen.


 

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