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Die Steuerfrage entzweit die Gemeinde und führt zum Steuerkrawall

1851

Dank der Identität von Korporation und Gemeinde konnte der Oberägerer Gemeindehaushalt bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend aus den Einnahmen der Allmendnutzung finanziert werden. Als aber 1851 die Korporation von der politischen Gemeinde getrennt wurde, verlor diese ihre finanzielle Basis.

Die Liberalen in der Gemeinde und mit ihnen die ärmeren Bürgern wollten deshalb eine Vermögenssteuer einführen, während die Konservativen und mit ihnen die reichen Bauern unter der Führung des ehemaligen Gemeindepräsidenten Joseph Christoph Henggeler darauf bestanden, dass weiterhin die Korporation den Gemeindehaushalt finanzieren sollte - was den gleichmässig verteilten Korporationsnutzen minderte. Die hochbrisante Frage erhitzte die Gemüter. Die Gemeinde war gespalten. In einer von blutigen Schlägereien begleiteten Korporationsversammlung konnten sich die «Bauern- oder Kopfsteuerparthei» gegen die «Vermögenssteuermänner», wie sie auch genannt wurden, knapp durchsetzen. Die Korporation bezahlte weiterhin einen grossen Teil der Gemeindeauslagen. Der Konflikt schwelte aber weiter.

Die «das Wohl und den Fortschritt der ganzen Gemeinde zerrüttende und hemmende Angelegenheit» zermürbte beide Parteien und führte schliesslich 1859 zum Kompromiss: Die Korporation kaufte sich mit 70'000 Franken von allen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinde los, und die politische Gemeinde beschloss erstmals die Erhebung einer Vermögenssteuer.

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