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Der Orion-Bus verbindet Oberägeri mit der Stadt Zug

1904

Trotz der seit 1852 eingesetzten Postkutsche sahen sich die Ägerer verkehrspolitisch im Abseits. Sie forderten daher vehement den Ausbau der Strassen und eine Bahn ins zugerische Berggebiet.

Ein Projekt folgte dem anderen. Alle scheiteren aber aus politischen, finanziellen oder technischen Gründen. In den 1890er Jahren schien das Ziel nahe. 1890 öffnete die neue Südostbahn mit ihrer Station Sattel-Ägeri die Verbindung nach Süden und Osten und initiierte damit die Passagierschifffahrt auf dem Ägerisee als Zubringerin zur Bahnstation.

1894 legte eine auswärtige Unternehmergruppe ein Strassenbahnprojekt vor, das die Strecke Zug-Ägeri-Sattel als eine Hauptlinie vorsah. Zwar scheiterte auch dieses Projekt. Es brachte aber die langwierige Verkehrsdiskussion endlich auf die richtige Bahn, die schliesslich kurz vor dem Ersten Weltkrieg zum Ziel führte: Der Plan einer Lorzentobelstrasse mit einer hoch über den Fluss führenden Brücke und einer Strassenbahn ins Ägerital und nach Menzingen, welche diese Strasse als Bahntrasse nutzte, erwies sich als jene Variante, die am ehesten zu verwirklichen war.

Da man im Zuger Berggebiet nicht bis zur Vollendung der Strassenbahn warten wollte, gründeten private Initianten 1904 die «Aktiengesellschaft für Automobilverkehr im Kanton Zug», die schon im Oktober die ersten fahrplanmässigen Kurse ins Ägerital anbot. Das Automobil war bequemer als die Postkutsche und konnte mit kürzerer Fahrzeit mehr Personen befördern, war aber unzuverlässig. Immerhin diente es als Zwischenlösung, bis 1913 endlich das ersehnte Ziel einer eigenen Bahn ins Ägerital erreicht war.


Bild: Ein Autobus der Marke Orion fährt durch die Hauptstrasse in Oberägeri, 1904/13


 

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