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Oberägeri rechnet mit einem Minus

30. Oktober 2020
Das Budget 2021 der Einwohnergemeinde Oberägeri schliesst mit einem Mehraufwand von knapp 1,5 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll weiterhin bei 60 % bleiben.

Das Budget 2021 der Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von CHF 42'575'400 und einem Ertrag von CHF 41'099'800 mit einem Mehraufwand von CHF 1'475'600 ab. Folgende Gründe haben zu diesem Ergebnis geführt: Mindererträge bei den Einkommens- und Vermögenssteuern sowie bei den juristischen Personen und Mehraufwände im Finanz- und Lastenausgleich (Nationaler Finanzausgleich und Zuger Finanzausgleich). Zudem fällt der Sach- und Betriebsaufwand gegenüber dem Budget 2020 um rund 155'000 Franken höher aus. Die wesentlichsten Hauptgründe sind in der Orts- und Raumplanung, beim Unterhalt der Strassen und Plätze sowie im öffentlichen Verkehr begründet. Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der langfristigen Prognose der Steuererträge erachtet es der Gemeinderat aus heutiger Sicht als richtig und vertretbar, den Steuerfuss auf 60 Prozentpunkten zu belassen.

Gemäss Prognose 2020 fallen die Steuererträge rund CHF 600'000 tiefer aus als budgetiert. Deshalb muss für das laufende Jahr mit einem Mehraufwand von rund CHF 838'000 gerechnet werden.

Das Budget 2021 der Investitionsrechnung schliesst bei Ausgaben von CHF 14'366'000 und Einnahmen von CHF 421'000 mit Nettoinvestitionen von CHF 13'945'000 ab. Auch künftig müssen Investitionen weiterhin genauestens auf Finanzverträglichkeit und Notwendigkeit geprüft werden.

Finanzplanung 2021 bis 2025

In den Jahren 2021, 2022 und 2023 resultieren Aufwandüberschüsse von gesamthaft CHF 2'616'000. In den Jahren 2024 und 2025 fallen Ertragsüberschüsse von gesamthaft CHF 290'700 an. Dies unter Berücksichtigung, dass der Steuerfuss für die gesamte Planperiode 60 % beträgt.

Bei den Steuererträgen ist in der Prognose 2020 eine Abnahme bei den direkten Steuern natürlicher Personen feststellbar, welche auch in der Finanzplanung 2021 – 2025 berücksichtigt worden ist. Mittel- bis langfristig ist mit wiederkehrenden Schwankungen zu rechnen. Der Sachaufwand bewegt sich ab 2022 zwischen 6,6 und 6,8 Mio. Franken. Im Transferaufwand sind auch die Beiträge an den Finanz- und Lastenausgleich enthalten. Diese Beträge pendeln in der Planperiode zwischen 2,8 und 5,7 Mio. Franken.

Finanzvorsteherin Evelyn Rust zum Budget 2021: «Die Zahlungen in den Zuger Finanzausgleich und in den Nationalen Finanzausgleich schlagen wie schon im Vorjahr stark zu Buche. Und in Kombination mit den prognostizierten Mindereinnahmen bei den Steuern weisen wir fürs Budget ein Minus aus. Es ist aber aufgrund der Prognosen verantwortbar und richtig, den Steuerfuss bei 60 Prozentpunkten zu belassen. Weiterhin prüfen wir die geplanten Investitionen laufend auf deren Notwendigkeiten sowie deren Umfang und gehen haushälterisch mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln um.»

in CHF

Budget 2021

Budget 2020

Rechnung 2019

Rechnung 2018

Rechnung 2017

Aufwand

42'575'400

42'130’700

39'000'730

38'474’830

36'483’714

Ertrag

41'099'800

41'719’100

49'112'568

45'385’494

42'184’904

Ergebnis

-1'475'600

-411’600

10'111'839

6'910’663

5'701’190

Steuerertrag

28'840’000

30'640’000

37‘150‘409

33'928'055

30'900’407

Nettoinvestitionen

13'945'000

5'822’000

3'077'166

3'569’745

1'288’185

Steuerfuss

60 %

60 %

62 %

65 %

65 %

Zahlung in NFA

2'530'600

2'172'200

1'610’779

1'648'632

1'903’253

Zahlung in ZFA

3'202'800

2'393’500

1’261’200

208’789

1'100’000

Zahlung aus ZFA

-

-

 

 

117‘200

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luftaufnahme Oberägeri