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Madame Frigo ab sofort auch in Oberägeri

21. Oktober 2021
Dem Food Waste den Kampf ansagen und gleichzeigt jemandem etwas Gutes tun. Das Konzept der für alle öffentlich zugänglichen Kühlschränke von Madame Frigo überzeugt und seit Mitte Oktober steht ein solcher in Oberägeri. Mitten im Dorf, beim Co-Working Space Küfergasse.

Der Kühlschrank ist prall gefüllt – man isst spontan bei Freunden oder hat grad Lust auf Pizza und schon häufen sich die Esswaren an, wandern zuhinterst in den Kühlschrank und schliesslich im Abfall. Hier kommt nun Madame Frigo ins Spiel. Um dem Food Waste Einhalt zu gebieten, stehen bereits in viele Schweizer Gemeinden öffentlich zugängliche Kühlschränke, die von Freiwilligen betrieben werden. Und seit Mitte Oktober steht mitten im Dorf auch einer in Oberägeri.

Die Einwohnergemeinde Oberägeri findet das Konzept von Madame Frigo spannend und hat Freiwillige für den Unterhalt der Kühlschränke gesucht. Mit Yvonne Rogenmoser konnte eine Hauptverantwortliche gefunden werden. Sie betreut mit weiteren Freiwilligen das Projekt. Gemeinsam behalten sie den Kühlschrank und deren Inhalt im Auge und reinigen ihn regelmässig. Man kann jederzeit Lebensmittel unter Einhaltung des Verbrauchsdatums ins Kühlfach, Brot in die Kiste oder Packungen, die nicht gekühlt werden müssen auf das Tablar legen. Und natürlich auch selbst Produkte mit nach Hause nehmen.

Das gelbe Kühlschrankhäuschen ist nicht zu übersehen und auffällig platziert beim Co-Working Space Küfergasse. Der Standort ist ideal: gut geschützt vor Wind und Wetter und zentral gelegen mitten im Dorf. Und der Betrieb ist bereits gut angelaufen: «Der Kühlschrank wird rege genutzt. Nicht nur, dass Lebensmittel deponiert werden, es werden auch Produkte mitgenommen. Genau so muss es sein» freut sich die Verantwortliche Yvonne Rogenmoser.

Die Kühlschränke werden zusätzlich durch die kantonale Lebensmittelkontrolle regelmässig auf Hygiene und Wartung geprüft. So dürfen beispielsweise Obst, Gemüse und Brot sowie verschlossene Produkte im Kühlschrank deponiert werden. Nicht erlaubt sind Fleisch oder Fisch, Alkohol und bereits geöffnete Lebensmittel.

Auch interessiert als freiwillige Helferin oder freiwilliger Helfer das Projekt zu unterstützen? 

Yvonne Rogenmoser freut sich auf die Kontaktaufnahme: y.rogenmoser@gmail.com 

Marcel Güntert und Yvonne Rogemoser
Marcel Güntert und Yvonne Rogenmoser vor dem Kühlschrankhäuschen beim Co-Working Space.