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Oberägeri budgetiert für 2027 ein Plus von knapp 2 Millionen Franken

19. Oktober 2026
Der Gemeinderat präsentiert der Stimmbevölkerung an der kommenden Gemeindeversammlung am 14. Dezember 2026 für das Jahr 2027 ein Budget mit einem Ertragsüberschuss von CHF 1'990'800. Der Steuerfuss soll unverändert bei 54 Prozentpunkten bleiben. Gleichzeitig stehen in den kommenden Jahren grosse Investitionen an. Für 2027 sind Nettoinvestitionen von rund CHF 9.6 Millionen vorgesehen.

Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von CHF 52'976'000 und einem Ertrag von CHF 54'966'800 mit einem Mehrertrag von CHF 1'990'800 ab. Gegenüber dem Budget 2026 steigt der Aufwand um rund 4.5 Prozent, der Ertrag um rund 6.6 Prozent.

Der Personalaufwand bleibt insgesamt stabil und liegt leicht unter dem Budget 2026. Berücksichtigt sind eine Teuerung von 0.2 Prozent sowie 1 Prozent für gesetzliche und individuelle Lohnerhöhungen. Pensen werden in verschiedenen Bereichen angepasst. Gleichzeitig wird der IT-Support der Abteilung Bildung künftig extern bezogen. Beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand entstehen Mehrkosten. Gründe dafür sind unter anderem neue Laptops für Schülerinnen und Schüler, externe IT-Dienstleistungen sowie verschiedene Planungsarbeiten. Dazu gehören der Wettbewerb für das neue Pflegezentrum, die Vorbereitung des Wettbewerbs Hofmatt 2 und 3 mit der Schulergänzenden Betreuung sowie das Vorprojekt für die Weiterentwicklung des Areals Maienmatt. Hinzu kommen Unterhaltsarbeiten bei den Mehrzweckgebäuden aufgrund von Brandschutzauflagen.

Oberägeri wird wieder Nehmergemeinde

Aufgrund der Steuererträge aus der Jahresrechnung 2025 wird Oberägeri 2027 wieder zu einer Nehmergemeinde beim innerkantonalen Finanzausgleich ZFA. Mehrkosten entstehen auch beim Zentrum Breiten und bei der Pflege. Die demografische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf und höheren Pflegekosten. Zudem sind zusätzliche Abschreibungen von rund CHF 2 Millionen vorgesehen.

Steuerfuss bleibt bei 54 Prozentpunkten

Der Gemeinderat beantragt für 2027 einen unveränderten Steuerfuss von 54 Prozentpunkten. Auf einen zusätzlichen Steuerrabatt oder eine weitere generelle Senkung soll verzichtet werden. Ausschlaggebend sind insbesondere die hohen Investitionen der kommenden Jahre, die Finanzplanung sowie die Auswirkungen der neunten kantonalen Steuerreform. Ziel des Gemeinderats ist es, den Steuerfuss auch mittelfristig möglichst stabil bei 54 Prozentpunkten halten zu können.

«Mit einem Ertragsüberschuss von knapp 2 Millionen Franken können wir für 2027 ein erfreuliches Budget präsentieren. Dies, obwohl die Aufwendungen in verschiedenen Bereichen steigen und wichtige Investitionen anstehen. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 54 Prozentpunkten. Das zeigt, dass Oberägeri finanziell weiterhin stabil und solide aufgestellt ist», sagt Finanzvorsteherin Evelyn Rust.

Investitionen in die Zukunft von Oberägeri

Für 2027 sind Nettoinvestitionen von rund CHF 9.6 Millionen vorgesehen. Davon entfallen rund CHF 2.9 Millionen auf die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser. Zusätzlich sind für Anlagen im Finanzvermögen Nettoinvestitionen von CHF 5.8 Millionen geplant. Zu den grössten bereits bewilligten Investitionen gehören die Beteiligung beziehungsweise das zusätzliche Kapital für die Pflegezentrum Oberägeri AG von CHF 1.5 Millionen, das Arbeitsplatzkonzept Rathaus sowie der Hochwasserschutz Sulzmatt-/Zwüschenbächbach.

Die Infrastrukturplanung der Gemeinde zeigt, dass auch in den kommenden Jahren wichtige Investitionen anstehen. Dazu gehören insbesondere das neue Pflegezentrum und der neue Busknoten auf dem ZVB-Areal sowie der Hochwasserschutz Sulzmatt-/Zwüschenbächbach. Weitere Projekte wie der Ersatzneubau der Schulhäuser Hofmatt 2 und 3 mit der Schulergänzenden Betreuung und die Entwicklung des Areals Maienmatt sind in Vorbereitung.

Finanzierungsstrategie für die kommenden Jahre

Dank der guten finanziellen Ausgangslage konnte die Gemeinde in den vergangenen Jahren Eigenkapital für die anstehenden Investitionen aufbauen. Die hohen Investitionen der nächsten Jahre werden jedoch voraussichtlich nicht vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden können. Deshalb will der Gemeinderat 2027 eine Finanzierungsstrategie erarbeiten. Sie soll aufzeigen, wie die geplanten Investitionen ausgewogen finanziert und die Nettoverschuldung langfristig in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden können.

«Unsere finanzielle Ausgangslage ist weiterhin solide. Gleichzeitig werden mehrere grosse Projekte, die wir in den vergangenen Jahren vorbereitet haben, nun konkret. Diese Investitionen sind wichtig für die langfristige Entwicklung von Oberägeri und werden uns finanziell stark fordern. Deshalb wollen wir frühzeitig klären, wie wir sie ausgewogen finanzieren können», ergänzt Gemeindepräsident Marcel Güntert.

 

in CHF

Budget 2027

Budget 2026

Rechnung 2025

Aufwand

52'976'000

50'689'500

45'163'811

Ertrag

54'966'800

51'582'200

53'743'427

Ergebnis

1'990'800

892'700

8'579'616

Steuerertrag

36'408’700

36'300'000.00

35’183’020

Nettoinvestitionen

9'605'000

12'140'000

3’711’865

Steuerfuss

54 %

54 %

54 % (inkl. 3 % Rabatt)

Zahlung in NFA

-

 

-

Zahlung in ZFA

-

2'306’800

-

Zahlung aus ZFA

3’330’451

 

3’407’066

 

 

 

 

 

 

 

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