Energieverbunde
Ausgangslage
An der Einwohnergemeindeversammlung im Dezember 2023 hat die Stimmbevölkerung diversen Anträgen des Gemeinderates zum Energieverbund Ägerital zugestimmt. Zudem wurde an der Einwohnergemeindeversammlung vom 17.06.2024 der Gründung und Finanzierung der Energie Ägerital AG und Energieanlagen Lutisbach AG zugestimmt. In der Zwischenzeit hat die Einwohnergemeinde Oberägeri zusammen mit der Einwohnergemeinde Unterägeri die beiden Gesellschaften gegründet. Einerseits wurde die «Energie Ägerital AG» (Betriebsgesellschaft) mit einem Aktienkapital von CHF 250’000 gegründet, andererseits die «Energieanlagen Lutisbach AG» (Anlagengesellschaft) mit einem Eigenkapital von CHF 3 Mio. Die beiden Gemeinden haben je eine hälftige Beteiligung.
Aktueller Stand
Die Energie Ägerital AG und Energieanlagen Lutisbach AG wurden gegründet und haben ihre Tätigkeiten aufgenommen. Die Seewasserzentrale Lutisbach wurde von der Energieanlagen Lutisbach AG übernommen. Der Betrieb des Energieverbunds Lutisbach erfolgt durch die Energie Lutisbach AG (www.energieaegerital.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.). Für die beiden Energieverbunde Zentrum (Dorf) und Breiten-Ländli wurden Fachplaner mit der Erarbeitung von Vorprojekten beauftragt. Die Planungsarbeiten für den Energieverbund Zentrum erfolgen durch die Andy Wickart Haustechnik AG, Finstersee und die für den Energieverbund Breiten-Ländli durch die Abicht Zug AG, Zug. Die Planer werden von einer Arbeitsgruppe begleitet.
Für die beiden Energieverbunde «Breiten-Ländli» und «Zentrum» wurden im offenen Submissionsverfahren Fachplaner bestimmt. Gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros hat eine Projekt gruppe der Einwohnergemeinde Oberägeri die Vorprojekte erarbeitet und die notwendigen Grundlagen zusammengestellt.
Energieverbund Breiten-Ländli
Im Rahmen des Vorprojekts wurde eine alternative Lösung mit einem CO2-Energienetz geprüft. Vorgesehen war ein System mit gasförmigem CO2 in einem und flüssigem CO2 im zweiten Leiter.
Den beiden potenziellen Energiebezügern – der Bürgergemeinde Oberägeri sowie der Stiftung Ländli – wurde das Projekt zusammen mit einem möglichen Grund- und Energiepreis vorgestellt. Die Stiftung Ländli hat anschliessend mitgeteilt, dass sie ihre Gebäude nicht an den Energieverbund Breiten–Ländli anschliessen wird. Nach Prüfung der technischen, wirtschaftlichen und strategischen Rahmenbedingungen kam die Stiftung zum Schluss, dass ein Anschluss langfristig zu nicht tragbaren Energiekosten führen würde. Die Bürgergemeinde Oberägeri hingegen beurteilte die Investitionskosten sowie die daraus resultierenden Energiepreise grundsätzlich als wirtschaftlich vertretbar. Weitere Abklärungen ergaben jedoch, dass eine Anlage aus schliesslich für das Areal Breiten – ohne Beteiligung des Ländli – gegenüber einer Lösung mit Erdwärmesonden keine wirtschaftlichen Vorteile bietet und zusätzlich mit höheren Risiken verbunden wäre.
Aufgrund dieser Erkenntnisse hat der Gemeinderat Oberägeri entschieden, das Projekt «Energieverbund Breiten-Ländli» nicht weiterzuverfolgen.
Energieverbund Zentrum (Dorfkern)
Beim Energieverbund Zentrum zeigte sich im Rahmen des Vorprojekts, dass ein Zusammenschluss der Quartierheizung Hofmatt mit der Holzschnitzelheizung Ägeribad weiterhin sinnvoll und zweckmässig ist.
In einer ersten Etappe soll die Verbindungsleitung zwischen den Energiezentralen Ägeribad und Hofmatt erstellt sowie die umliegenden Liegenschaften an den Energieverbund angeschlossen werden. Die zweite Etappe umfasst den weiteren Ausbau des Leitungsnetzes in Richtung Unterdorf. Der Ausbau erfolgt abhängig vom tatsächlichen Anschlussinteresse der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer.
Im Rahmen des Vorprojekts wurden die Investitionskosten ermittelt sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt. Ziel ist es, den Energieverbund kostendeckend zu betreiben und die erzeugte Wärme zu marktfähigen Preisen anzubieten.
Für die Weiterführung und Umsetzung des Projekts soll die Energieanlagen Oberägeri AG gegründet werden.
An der Einwohnergemeindeversammlung vom 07.09.2026 wird über die Gründung und Finanzierung der Energieanlagen Oberägeri AG abgestimmt.
Nächste Schritte
- Abstimmung und Gründung Energieanlagen Oberägeri AG an Einwohnergemeindeversammlung vom 07.09.2026
- Gründung Energieanlagen Oberägeri AG
- Abschluss Absichtserklärungen Eigentümer
- Erarbeitung Bauprojekt
Kostenschätzung
Finanzierung Energieanlagen Oberägeri AG
Vorgesehen ist folgende Finanzierungsstruktur:
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Aktienkapital |
CHF 250’000 |
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Darlehen (Fremdkapital) |
CHF 4’800’000 |
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Total Finanzierung |
CHF 5’050’000 |
Zugehörige Objekte
| Name | Download |
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| Name Vorname | Funktion | Telefon | Kontakt |
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| Name | Telefon | Kontakt |
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| Abteilung Bau und Sicherheit | 041 723 80 35 | bauhoch@oberaegeri.ch |
