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Seewasserwerk sichert die Trinkwasserversorgung

18. August 2026
Wir sehen im Moment deutlich, welche Folgen die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen haben. Viele Quellen führen weniger Wasser. Trotzdem besteht in Oberägeri aktuell kein Versorgungsengpass. Dafür sorgt insbesondere unser über dreissigjähriges Seewasserwerk.

Aktuell pumpt das Seewasserwerk 1.8 Millionen Liter Wasser pro Tag in das Trinkwassernetz. Damit deckt es etwa 84 Prozent des täglichen Wasserbedarfs. Gerade in trockenen Zeiten zeigt sich, wie wichtig das Seewasserwerk ist. «Es bildet das Rückgrat der Wasserversorgung von Oberägeri und Unterägeri sowie teilweise von Allenwinden» so der Leiter der Wasserversorgung Marc Meyer.

 

Die Lage bleibt angespannt

Längere Hitzeperioden gab es auch in der Vergangenheit. Gleichzeitig erlebten wir immer wieder sehr nasse Sommermonate. Ein direkter Vergleich mit früheren Jahren ist deshalb schwierig. «Im Vergleich mit den Trockenjahren 2003 und 2018 beurteilen wir die aktuelle Situation mittlerweile aber als angespannter. Dazu beigetragen haben auch der niederschlagsarme Winter und Frühling. Dank der Kapazität unseres Seewasserwerks steht im Versorgungsgebiet glücklicherweise weiterhin genügend Trinkwasser zur Verfügung» erklärt Marc Meyer. 

Wir setzen auf einen sorgsamen Umgang

«Ein Wasser- oder Bewässerungsverbot ist aus unserer Sicht zurzeit nicht nötig. Gemeinsam mit den anderen Wasserversorgungen im Kanton Zug empfehlen wir der Bevölkerung jedoch, sorgfältig mit Trinkwasser umzugehen» so Meyer. Er stelle fest, dass die Bevölkerung in Oberägeri bereits verantwortungsvoll mit dem wertvollen Lebensmittel Trinkwasser umgehe. Weitere Einschränkungen sind deshalb aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Auch die Einwohnergemeinde geht sorgsam mit Wasser um. Pflanzen und Bäume im öffentlichen Raum werden nur dort bewässert, wo es notwendig ist. Die Erklärung von Marc Meyer: «Damit schützen wir die Bepflanzung vor bleibenden Trockenschäden.» Weiter wurden einige Brunnen im Gemeindegebiet vorläufig abgestellt. «Diese Massnahme bringt am Ende des Tages nicht eine grosse Einsparung, aber wir setzen damit solidarisch ein Zeichen» ergänzt Marc Meyer.

 

Seewasserwerk Ägerital
Seewasserwerk Ägerital

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